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Glossar

A

Abhängigkeit

Körperliches oder psychisches Verlangen nach einer abhängig machenden Substanz wie Drogen/Medikamente oder Alkohol.

Akupunktur

Verfahren, das von der chinesischen Medizin übernommen wurde und bei dem feine Nadeln in bestimmte Körperzonen eingestochen werden. Die Akupunktur kann zur Linderung chronischer Schmerzen eingesetzt werden.

Akut

Beschreibt einen Zustand, der plötzlich eintritt und schwerwiegend ist, jedoch nur kurze Zeit anhält.

Akute Schmerzen (nozizeptive Schmerzen)

Sie treten auf, wenn Ihr Körper eine Schädigung von Körpergewebe oder eine Erkrankung feststellt. Nervenendigungen werden überreizt oder geschädigt und melden Schmerzsignale entlang der Nerven zum Gehirn. Der Schmerz wird im Allgemeinen als scharf oder brennend beschrieben und lässt sich durch übliche Schmerzmittel wie Paracetamol, Ibuprofen oder Codein lindern.

Alkohol

Wurde früher als Medikament zur Nervenblockade eingesetzt. Er zerstört Nerven dauerhaft, ist jedoch schwer anzuwenden, weil er weitreichendere Schäden an Nerven verursachen kann als beabsichtigt.

Alkoholmissbrauch

Siehe chronischer Alkoholmissbrauch.

Allergische Reaktion

Reaktion des Immunsystems auf körperfremde Substanzen (Allergene). Zu den allergieauslösenden Substanzen zählen u.a. Pollen, Hausstaubmilben, Tierhaare und bestimmte Nahrungsmittel.

Alternative Medizin

Sie wird auch als Komplementärmedizin bezeichnet. Dieser Begriff steht für verschiedene Behandlungen, die von der Allgemeinheit bzw. der westlichen Medizin nicht allgemein anerkannt sind. Häufig in der Schmerzbehandlung eingesetzte Alternativbehandlungen sind Meditation, Reflexzonenmassage, Yoga, Hypnotherapie und Akupunktur.

Allgemeinanästhetikum

Siehe Anästhetikum.

Ambulante Versorgung

Wenn Sie für eine fachärztliche Meinung oder einen kleinen Eingriff an einen Facharzt im Krankenhaus überwiesen werden und nicht über Nacht im Krankenhaus bleiben müssen, spricht man von einer ambulanten Versorgung.

Anästhetikum

Medikament zur Schmerzlinderung oder kompletten Betäubung eines Bereichs. Es kann als Lokalanästhetikum auf das Gebiet der Schmerzquelle begrenzt oder zur Vollnarkose eingesetzt werden.

Angst

Gefühl der Besorgnis, Nervosität oder Furcht in Verbindung mit Unruhe oder Anspannung. Chronische Schmerzen können Angstgefühle hervorrufen.

Anhaltender Zustand

Langfristiges Problem mit dem gesamten Körper oder einem Körperteil, im Allgemeinen aufgrund einer Krankheit, Verletzung oder Nervenschädigung, das zu chronischen Schmerzen führen kann.

Antidepressiva

Arzneimittel oder Medikamente, die zur Behandlung von Depressionen eingesetzt werden. Sie können in bestimmten Situationen auch zur Behandlung chronischer Schmerzen eingesetzt werden.

Antikonvulsiva

Sie werden auch als Mittel gegen Epilepsie, also Krampfanfälle, bezeichnet. Arzneimittel oder Medikamente, die zur Prävention von epileptischen Anfällen eingesetzt werden. Sie können in bestimmten Situationen auch zur Behandlung chronischer Schmerzen eingesetzt werden.

Antiphlogistikum

Medikament zur Linderung von Schmerzen, die mit einer Entzündung im Zusammenhang stehen. Es kann sich um ein Steroid handeln oder ‚nicht steroidal’ sein.

Antiphlogistisches Steroid

Siehe Antiphlogistikum.

Arachnoidea

Eine der dünnen Schichten, die die Nerven des zentralen Nervensystems einschließlich Gehirn und Rückenmark umgeben und schützen.

Arachnoiditis

Erkrankung der Arachnoidea.

Arthritis

Schmerzen und Entzündung der Gelenke.

Arzneimittel-Überdosis

Einnahme eines Arzneimittels in einer größeren Menge als der von Ihrem Arzt empfohlenen Dosierung. Bei der Behandlung von chronischen Schmerzen erhöht eine Arzneimittel-Überdosis die Gefahr von schweren Nebenwirkungen.

Arzneimittel-Unterdosierung

Einnahme eines Arzneimittels in einer Menge unterhalb der von Ihrem Arzt empfohlenen Dosierung. Bei der Behandlung von chronischen Schmerzen kann eine Arzneimittel-Unterdosierung zu Durchbruchschmerzen führen.

Austestung

Von Ihrem Arzt durchgeführter Test vor der dauerhaften Implantation eines Systems zur intrathekalen Arzneimittelinfusion oder Neurostimulation um festzustellen, ob die Behandlung für Sie geeignet und wirksam ist.

B

Bandscheiben

Auch als Zwischenwirbelscheiben bezeichnet. Weiche Dämpfer, die zwischen den einzelnen Wirbeln der Wirbelsäule sitzen.

Bauchraum

Bereich des Körpers zwischen Brust und Becken.

Bauchspeicheldrüse (Pankreas)

Organ, das Substanzen für die Verdauung und die Blutzuckerkontrolle abgibt.

Bestrahlung

Auch als Strahlentherapie bekannt. Anwendung bestimmter Strahlendosen zur Behandlung von Krankheiten (insbesondere Krebs). Sie wird im Allgemeinen appliziert, indem man ein Strahlengerät auf die zu behandelnde Körperpartie richtet.

Bluterkrankungen

Funktionsstörung einer der Bestandteile des Bluts (z.B. Gerinnungsstörungen oder Anämie).

C

Chemische Substanzen

Der Kontakt mit bestimmten chemischen Substanzen kann das periphere Nervensystem schädigen. Hierzu zählen beispielsweise: Kontakt mit Blei, Quecksilber, Arsen und Thallium, einigen Insektiziden und Lösungsmitteln, bestimmten pflanzlichen Arzneimitteln, insbesondere chinesischen pflanzlichen Arzneimitteln, die stark quecksilber- oder arsenhaltig sind.

Chiropraktik

Diagnose- und Behandlungssystem, das auf dem Prinzip basiert, dass das Nervensystem alle Körperfunktionen steuert und eine Erkrankung auf einer Störung der normalen Nervenfunktion beruht. Bei der chiropraktischen Medizin werden Körperstrukturen wie z.B. die Wirbelsäule manipuliert und eingerenkt, um Druck auf die Nerven, die aus dem Rückenmark kommen, zu lindern.

Chiropraktiker

Person, die chiropraktisch tätig ist.

Chronisch

Beschreibt einen lang anhaltenden oder immer wiederkehrenden Zustand.

Chronische Schmerzen

Schmerzen, die länger als sechs Monate immer wiederkehren oder ständig vorhanden sind und durch Medikamente oder eine Operation nicht heilbar sind.

Chronischer Alkoholmissbrauch

Eine chronisch hohe Alkoholkonzentration im Blut kann Nervenschäden verursachen. Alkoholiker leiden im Allgemeinen unter Mangelernährung und bekommen Vitaminmangel, der zur Nervenschädigung beiträgt.

Colon

Dickdarm (Teil des Verdauungssystems).

D

Darm

Langes, schlauchförmiges Organ im Bauchraum, das vom Magen bis zum Anus reicht und die Verdauung komplettiert.

Dauerinfusion

Langsame Infusion des Test-Schmerzmittels in den das Rückenmark umgebenden Liquorraum über einen bestimmten Zeitraum beim Test für die intrathekale Arzneimittelinfusion.

Defibrillator

Elektrisches Gerät, das zur Behebung eines abnormen Herzrhythmus und zum Ingangbringen des Herzens z.B. nach einem Herzinfarkt durch einen kurzen elektrischen Schock eingesetzt wird.

Degenerative Bandscheibenerkrankung

Erkrankung der Wirbelsäule und insbesondere der Bandscheiben (weiche Dämpfer, die zwischen den einzelnen Wirbeln sitzen). Die degenerative Bandscheibenerkrankung kann chronische Schmerzen verursachen.

Depression

Die Depression im klinischen Sinne ist durch Symptome gekennzeichnet, die zwei Wochen oder länger anhalten und so schwerwiegend sind, dass sie den Alltag beeinträchtigen. Hierzu zählen Pessimismus mit dem Gefühl der Unzulänglichkeit und Antriebslosigkeit. Der Begriff Depression im klinischen Sprachgebrauch unterscheidet sich von dem Wort Depression im normalen Sprachgebrauch. Hierbei wird der Bergriff für eine schlechte Stimmungslage gebraucht, die häufig nicht lange anhält. Chronische Schmerzen können Gefühle einer Depression im klinischen Sinne hervorrufen.

Diabetes (Zuckerkrankheit)

Chronische Erkrankung, die mit einem abnorm hohen Blutzuckerspiegel einhergeht. Häufige Ursache einer peripheren Nervenschädigung.

Diathermie

Technik, bei der elektrische Hochfrequenzströme zur Erhitzung tiefer Muskelgewebe eingesetzt werden, um die Durchblutung zu fördern und die Heilung zu beschleunigen.

Dihydrocodein

Siehe Opioid.

Drüse

Organ, das vom Körper genutzte Substanzen produziert und abgibt.

Durchbruchschmerzen

Kurzfristige Schmerzepisode mit mittelstarken bis starken Schmerzen, die vor dem Hintergrund ansonsten gut therapierter Schmerzen auftritt. Durchbruchschmerzen werden bei der Neurostimulation oder der intrathekalen Arzneimittelinfusion mit dem Patienten-Programmiergerät therapiert.

E

 

Elektrode

Kleines Kabel, das an der Haut oder einem anderen Körperteil befestigt wird und elektronische Impulse überträgt. Bei der Neurostimulation verwendeter dünner, isolierter Draht mit Elektrodenpolen (elektrische Kontakte) im Bereich der Spitze.

Elektrotherapie

Bei der Behandlung von chronischen Schmerzen wird die Elektrotherapie am Schmerzareal oder im Bereich des Rückenmarks eingesetzt. An das Rückenmark verabreichte Elektrotherapien (Neurostimulation) sollen Schmerzsignale beeinflussen, bevor diese das Gehirn erreichen.

Entzugssymptomatik

Symptome, die auftreten, wenn ein Arzneimittel, das körperlich abhängig macht (Medikamentenabhängigkeit), über lange Zeit regelmäßig genommen und plötzlich abgesetzt oder in der Dosierung reduziert wird. Die Entzugssymptomatik hängt davon ab, wie lange man ein Medikament angewendet hat und um welche Art Medikament es sich handelt.

Entzündliche Erkrankung

Durch eine Entzündung gekennzeichnete Erkrankung.

Entzündung

Reaktion des Immunsystems des Körpers auf Infektionen, Reizungen, Verletzungen oder Zerstörung von Körpergewebe. Die wichtigsten Merkmale sind Rötung, Überwärmung, Schwellung und Schmerzen.

Epidurale Fibrose

Narbengewebe, das sich, häufig nach Rückenoperationen, im Bereich der Wirbelsäule bildet. Sie ist eine mögliche Ursache für das Failed-back-surgery-Syndrom.

Erblich

Von einer Generation zur nächsten weitergegeben.

F

Failed-back-surgery-Syndrom (FBSS)

Schmerzen, die nach einer (auch anatomisch erfolgreichen) Operation, die aufgrund einer lumbosakralen Wirbelsäulenerkrankung (Erkrankung des unteren Rückens) durchgeführt wurde, anhalten oder wiederkehren.

Flugzeug ohne Druckkabine

Flugzeuge ohne eine druckdichte Kabine, die nur in geringen Höhen fliegen können. In einem Flugzeug mit Druckkabine ist die Kabine abgedichtet, um beim Fliegen in großen Höhen einen ähnlichen Druck wie am Boden zu bewahren.

Fußpfleger

Person, die sich mit der Fußpflege (Studium und Pflege des Fußes) befasst.

G

Glyzerin

Älteres Medikament, das zur Nervenblockade eingesetzt wurde. Es zerstört Nerven dauerhaft, ist jedoch schwer anzuwenden, weil es weitreichendere Schäden an Nerven verursachen kann als beabsichtigt.

Gürtelrose

Durch einen Virus verursachte Erkrankung, die durch einen schmerzhaften, häufig in einem bestimmten Bereich ("Streifen" oder "Fleck") auftretenden Hautausschlag mit Blasen in einem begrenzten Körperareal gekennzeichnet ist.

H

Herzschrittmacher

Medizinisches Gerät, das den Herzschlag durch elektrische Impulse reguliert.

Hirnverletzung

Kurzfristige Verletzung des Gehirns, die langfristige Funktionsstörungen des Gehirns verursachen und die eine Quelle chronischer Schmerzen sein kann.

Hochfrequenz-Ablation

Technik der permanenten Nervenblockade, bei der Hochfrequenzenergie zur Linderung von chronischen Schmerzen durch Zerstörung von Nervengewebe mit Hitze eingesetzt wird.

Hypnotherapie

Behandlung einer Krankheit durch Herbeiführung eines tranceartigen Schlafes. Sie kann zur Linderung chronischer Schmerzen eingesetzt werden.

I

IDD

Siehe intrathekale Arzneimittelinfusion.

Immunreaktion

Abwehrreaktion des Körpers, die eine eingedrungene Substanz erkennt (ein Antigen wie z.B. ein Virus, Pilz, Bakterium oder ein transplantiertes Organ) und Antikörper gegen dieses Antigen produziert. Bestimmte Immunreaktionen können zu chronischen, von den Nerven ausgehenden Schmerzen (schmerzhafte Neuropathie) führen.

Implantierbare Pumpe

Medizinisches Gerät, das festgelegte Mengen an Schmerzmittel speichert und über einen Katheter automatisch direkt in den das Rückenmark umgebenden Liquorraum (intrathekal) abgibt.

Infektion

Eindringen von Krankheiten verursachender Bakterien oder anderen Mikroorganismen in Körpergewebe.

Intermittierende Stimulation

Seltenes Problem, das bei der Neurostimulation auftreten kann und bei dem die vom Neurostimulator programmierte Stimulation nicht immer zum richtigen Zeitpunkt erfolgt.

Intrathekale Arzneimittelinfusion (IDD)

Bei der IDD werden Schmerzmittel von einer implantierten Pumpe über einen dünnen, weichen Schlauch (Katheter) direkt in den Liquorraum – den das Rückenmark umgebenden flüssigkeitsgefüllten Raum (intrathekal) – abgegeben

K

Kardiologe

Arzt, der sich mit der Diagnostik und Behandlung von Herz- und Gefäßerkrankungen befasst.

Katheter

Der bei der intrathekalen Arzneimittelinfusion verwendete Katheter ist ein dünner, weicher Schlauch. Ein Ende wird mit der Pumpe verbunden, das andere wird in den flüssigkeitsgefüllten Raum um das Rückenmark eingeführt (Liquorraum).

Kernspintomografie (MRT)

Medizinisches Verfahren, das in Krankenhäusern zur Erstellung von detaillierten Bildern des Körperinneren eingesetzt wird.

Komplexes regionales Schmerzsyndrom (CRPS)

Das CRPS beginnt im Allgemeinen in den Füßen oder Händen nach einer Verletzung (z.B. Knochenbruch) oder Nervenschädigung (z.B. durch eine Operation). Es gibt zwei Formen: die sympathische Reflexdystrophie (RSD, CRPS Typ I) und die Kausalgie (CRPS Typ II). Das Hauptsymptom sind extreme Schmerzen, die oft als Brennen beschrieben werden. Weitere Symptome können Berührungsempfindlichkeit, Hautveränderungen, Schwellungen, Schwäche und Verlust der Beweglichkeit in der Hand oder im Fuß sein.

Komplikationen

Unerwünschte Folgen einer Operation wie z. B. eine Infektion.

Krankheit

Jeder abnorme Zustand des Körpers, der seine Funktionen beeinträchtigt.

Krebs

Allgemeiner Begriff für über 100 Erkrankungen, bei denen Körperzellen im Gegensatz zum normalen Wachstumsverhalten unkontrolliert wachsen.

Krebsbedingte Schmerzen

Schmerzen, die im Zusammenhang mit dem Tumorwachstum oder einer Krebsbehandlung stehen. Sie können akut, chronisch oder zeitweilig auftreten.

Kreislaufsystem

System aus Arterien, Kapillaren, Venen und dem Herzen, das das Blut durch den Körper pumpt.

Kryoanalgesie

Technik der semipermanenten Nervenblockade, bei der Nerven durch extreme Kälte zerstört werden, um Schmerzen über Wochen oder Monate zu lindern.

L

Liquorraum

Flüssigkeitsgefüllter Raum, der das Rückenmark umgibt.

Lokale Betäubung

Erfolgt über ein Medikament, das zu einem kompletten Gefühlsverlust einer bestimmten Körperpartie führt, ohne eine Bewusstlosigkeit zu verursachen. Es wirkt durch eine Blockade der Nerven der betroffenen Körperpartie, so dass die Schmerzsignale das Gehirn nicht erreichen können. Siehe auch Anästhetikum.

Lumbaler Bandscheibenvorfall

Erkrankung der Lendenwirbelsäule, bei der eine Bandscheibe aus ihrer normalen Lage gedrückt wurde. Ein Bandscheibenvorfall kann Schmerzen verursachen, wenn er auf Nerven in der Wirbelsäule drückt.

Lumbosakrale Wirbelsäulenerkrankung

Erkrankung der unteren Wirbelsäule.

M

Manuelle Therapie (chiropraktisch)

Die Wirbelsäule wird mit den Händen mobilisiert, eingerenkt, auseinander gezogen, massiert, stimuliert oder anderweitig beeinflusst.

Manuelle Therapie der Wirbelsäule

Schmerzbehandlung, die im Allgemeinen von einem Chiropraktiker, Osteopathen oder Physiotherapeuten mit den Händen an den Gelenken der Wirbelsäule durchgeführt wird.

Medikamentenabhängigkeit

Folge der gewohnheitsmäßigen Einnahme von Arzneimitteln, bei der beeinträchtigende körperliche Entzugssymptome auftreten, wenn die Person das Medikament plötzlich nicht mehr einnimmt.

Meditation

Nach innen gerichtete Übung zur Entspannung des Körpers und Beruhigung der Seele. Die Meditation ist eine Technik der alternativen Medizin, die zur Linderung von chronischen Schmerzen eingesetzt wird.

Mittlerer Rücken

Rückenregion zwischen oberem und unterem Rücken.

Morphin

Arzneimittel zur Schmerzlinderung, das häufig Patienten nach einer Operation, schweren Verletzung oder zur Linderung von chronischen Schmerzen verordnet wird.

Multiple Sklerose (MS)

Erkrankung des Immunsystems, die die Nerven befällt und langsam fortschreitet. Die MS beeinträchtigt die Beweglichkeit, die Empfindungen und die Kontrolle über die Körperfunktionen und kann mit chronischen Schmerzen einhergehen.

N

Narbengewebe

Dichtes, fibröses Gewebe, das sich über einer abgeheilten Wunde oder einem Schnitt bildet.

Nebenwirkungen

Unerwünschte (im Gegensatz zu therapeutischen) Wirkungen eines Medikaments oder einer Behandlung.

Nerv

Faserbündel, das elektrische Signale zwischen dem Gehirn und den Körperregionen transportiert; diese Signale übertragen Empfindungen zum Gehirn oder Anweisungen vom Gehirn an die Muskeln.

Nervensystem

Hochspezialisiertes Netzwerk aus Nerven, die Informationen vom Gehirn und Rückenmark zu jedem Körperteil und zurück übertragen. Das Nervensystem besteht aus den beiden Hauptkomponenten zentrales Nervensystem und peripheres Nervensystem.

Neuralgie

Form von neuropathischen Schmerzen, bei der ein starker, scharfer Schmerz entlang dem Verlauf eines Nervs zu spüren ist.

Neurochirurg

Arzt, der auf Operationen des zentralen und peripheren Nervensystems spezialisiert ist.

Neurologe

Arzt, der sich mit der Diagnostik und Behandlung von Erkrankungen des zentralen und peripheren Nervensystems befasst.

Neuromodulation

Beeinflussung der Schmerzweiterleitung meist auf Rückenmarksebene durch Neurostimulation oder intrathekale Arzneimittelinfusion.

Neuropathische Schmerzen

Schmerzen, die durch eine Verletzung oder ein Problem mit den Nerven oder dem zentralen Nervensystem verursacht werden. Laut der International Association for the Study of Pain werden neuropathische Schmerzen durch eine Primärläsion oder Funktionsstörung des Nervenssystems ausgelöst oder verursacht. Periphere neuropathische Schmerzen treten auf, wenn die Läsion oder Funktionsstörung das periphere Nervensystem betrifft. Die Schmerzen werden zentrale Schmerzen genannt, wenn die Läsion oder Funktionsstörung das zentrale Nervensystem betrifft.

Nähere Informationen erhalten Sie unter http://www.iasp-pain.org/AM/Template.cfm?Section=Home&template=/CM/HTMLDisplay.cfm&ContentID=6648

Neurostimulation

Technik zur Schmerzlinderung durch die elektrische Stimulation von Nerven.

Neurostimulator/Neurostimulationssystem

Gerät zur Neurostimulation.

Nierenerkrankung

Erkrankung, bei der die Nierenfunktion schrittweise ausfällt. Hierdurch sammeln sich Flüssigkeiten und Abbauprodukte im Körper an. Gelegentlich kann ein Nierenversagen periphere Nervenschäden verursachen.

Nozizeptive Schmerzen

Siehe akute Schmerzen. Laut der International Association for the Study of Pain kann die Stimulation eines Nozizeptors durch einen chemischen, thermischen oder mechanischen Reiz das Körpergewebe schädigen und nozizeptive Schmerzen verursachen.

Nähere Informationen erhalten Sie unter http://www.iasp-pain.org/AM/Template.cfm?Section=Home&template=/CM/HTMLDisplay.cfm&ContentID=6648

Nozizeptor

Schmerzsensor.

O

Opioid (Familie)

Arzneimittel, das aus der Opiumpflanze gewonnen wird. Die Opioid-Familie umfasst Arzneimittel wie Codein, Dihydrocodein, Tramadol und Morphin.

Organ

Innere Körperstrukturen, die verschiedene Funktionen erfüllen (z.B. Leber, Gehirn, usw.).

Orthopäde

Arzt, der auf Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparates spezialisiert ist.

Operative Behandlung

Bei der Behandlung von chronischen Schmerzen dient eine Operation der Blockade von Schmerzinformationen, die entlang den Nerven zum Gehirn laufen und der Lösung von Problemen, die Schmerzen verursachen (Beseitigung der Schmerzursache).

Osteopath

Eine Person, die Osteopathie praktiziert. Hierbei handelt es sich um ein Diagnose- und Behandlungssystem, dem die Philosophie zugrunde liegt, dass die natürlichen Selbstheilungskräfte des Körpers durch ein Ungleichgewicht im Bewegungsapparat gestört werden können. Osteopathen arbeiten mit den Händen und wenden verschiedene Techniken zur Behandlung von Störungen wie Rückenschmerzen, Migräne, Sportverletzungen, Repetitive Strain Injury (Mausarm) und Asthma an.

Osteoporose

Knochenkrankheit, die zu einem verstärkten Risiko für Knochenbrüche führt. Die Osteoporose kann mit chronischen Schmerzen einhergehen.

P

Parästhesie

Gefühl von Brennen, Kribbeln, Ameisenlaufen oder Kriechen auf der Haut. Ihr Arzt nennt das Kribbeln im Zusammenhang mit der Neurostimulation eventuell auch Parästhesie.

Patienten-Programmiergerät

Handcomputer, den Patienten zur Einstellung des Neurostimulators oder der intrathekalen Arzneimittelinfusionspumpe verwenden. Er kann z.B. zur Linderung von Durchbruchschmerzen eingesetzt werden.

Periphere Hyperexzitabilität

Störung des peripheren Nervensystems, die zu unkontrollierbaren Muskelzuckungen, Gefühl von Muskelkrämpfen und Muskelschmerzen, Schmerzen und Beschwerden führt.

Periphere Nerven

Nerven des peripheren Nervensystems.

Peripheres Nervensystem

Einer von zwei Hauptbereichen des menschlichen Nervensystems (der andere ist das zentrale Nervensystem), der aus den Nerven besteht, die Informationen vom Gehirn und Rückenmark zu jedem Körperteil und zurück übertragen.

Phantomschmerzen der Arme oder Beine

Menschen, denen ein Arm oder Bein amputiert werden musste, leiden häufig unter Schmerzen, die scheinbar vom amputierten Körperteil kommen. Diese Schmerzen werden als Phantomschmerzen der Arme oder Beine bezeichnet.

Phenol

Altes Medikament, das zur Nervenblockade eingesetzt wurde. Es zerstört Nerven dauerhaft, ist jedoch schwer anzuwenden, weil es weitergehende Schäden an Nerven verursachen kann als beabsichtigt.

Physiologisch

Die internen Körpervorgänge betreffend.

Physiotherapeut

Eine Person, die Physiotherapie praktiziert.

Physiotherapie

Medizinische Behandlung, die sich mit der menschlichen Funktion und Bewegung befasst und ein Ungleichgewicht oder Störungen durch physikalische Techniken behandelt.

Programmiergerät

Handcomputer, mit dem Ihr Arzt Ihren implantierten Neurostimulator oder die intrathekale Arzneimittelinfusionspumpe programmieren kann, ohne zu operieren. Siehe auch Patienten-Programmiergerät.

Psychologische Beurteilung

Vorgang, bei dem Informationen aus verschiedenen Quellen (z.B. psychische Tests, Sozial- und Krankheitsanamnese und Beschreibung der aktuellen Symptome und Probleme durch Sie oder andere) genutzt werden. Da chronische Schmerzen Körper und Seele beeinträchtigen, wird eventuell eine psychologische Beurteilung durchgeführt, um zu entscheiden, ob die Neurostimulation oder intrathekale Arzneimittelinfusion für Sie in Frage kommt.

Pumpenreservoir

Behälter in einer intrathekalen Arzneimittelinfusionspumpe, der das Schmerzmittel enthält.

R

Reflexzonenmassage

Alternative Behandlung, der die Philosophie zugrunde liegt, dass die Durchblutung durch Druckausübung auf Reflexpunkte an Händen oder Füßen angeregt, der Körper entspannt und Organe sowie Drüsen ins Gleichgewicht gebracht werden. Sie kann bei einigen Menschen chronische Schmerzen lindern.

Reiz (Stimulus)

Etwas, das eine Reaktion hervorruft oder hervorgerufen hat (z.B. eine Berührung).

Rheumatologe

Arzt, der auf Rheumatologie spezialisiert ist. Dies ist ein Zweig der Medizin, der sich mit der Diagnostik und Behandlung von Arthritis beschäftigt.

Röntgen

Bildgebendes Verfahren in Krankenhäusern, das Anomalien von Knochen und bestimmten Körpergeweben zeigt.

Rückenmark

Das Rückenmark besteht aus Nervenfasern und ist die Hauptleitbahn, entlang der alle Schmerzsignale zum und vom Gehirn weitergeleitet werden. Das Rückenmark wird von der Wirbelsäule geschützt.

Rückenmarksverletzung

Kurzfristige Verletzung des Rückenmarks, die langfristige Funktionsstörungen des Rückenmarks und chronische Schmerzen verursachen kann.

Rückgrat

Siehe Wirbelsäule.

Rumpf

Wird auch als Torso bezeichnet. Mittelteil des Körpers einschließlich Brust und Bauchraum.

S

Schlafstörung

Störung des normalen Schlafmusters (z.B. Einschlafstörung oder häufiges Erwachen).

Schlaganfall

Zustand, der durch einen Sauerstoffmangel im Gehirn hervorgerufen wird und zu Lähmungen eines Körperteils oder einer Körperpartie führen kann.

Schmerzhafte Neuropathie

Auch als Nervenschmerzen bekannt. Sie entsteht durch Nervenschädigungen, die starke chronische Schmerzen verursachen.

Schmerzrezeptor

Eine Struktur am Nervenende, das einen schmerzhaften Reiz von außerhalb oder innerhalb des Körpers erkennt. Auch Nozizeptoren genannt.

Spinalkanalstenose

Erkrankung, die mit chronischen Schmerzen verbunden ist und bei der der Kanal, der das Rückenmark umgibt, sich verengt und auf das Rückenmark und die Nerven drückt. Dies ist im Allgemeinen durch den natürlichen Alterungsprozess bedingt, kann jedoch auch durch einen lumbalen Bandscheibenvorfall, Osteoporose oder Krebs verursacht werden.

Steroid-Injektion

Injektion eines antiphlogistischen Steroids zur Reduktion der Entzündung und Linderung von chronischen Schmerzen.

Stimulans

Medikament oder Arzneimittel, das vorübergehend die Aufmerksamkeit und das Bewusstsein steigert.

Stimulation

Ein Reiz, der eine Reaktion auslöst - ein Nadelstich auf der Haut löst z.B. Schmerz aus. Auch: Durch die Neurostimulation erzeugte elektrische Impulse zur Linderung von chronischen Schmerzen.

Symptom

Feststellung einer Veränderung der normalen Funktion oder des normalen Gefühls. Ein Symptom kann ein Krankheitssignal oder eine sonstige Veränderung sein.

Syndrom

Gruppe von Zeichen und Symptomen, die im Allgemeinen gemeinsam auftreten und auf das Vorliegen einer bestimmten Erkrankung oder ein erhöhtes Risiko hindeuten, eine bestimmte Erkrankung zu bekommen.

T

Tiefenwärmetherapie

Anwendung von Wärme zur Behandlung bestimmter Störungen wie chronischer Schmerzen mit Produkten wie Wärmepackungen, Paraffinbädern und Strahlungswärme oder mit einem heißen Bad oder mit in heißem Wasser getränkten Handtüchern. Die Diathermie ist eine Art der Tiefenwärmetherapie.

Tramadol

Siehe Opioid.

Tumor

Abnormes Zellwachstum, das gutartig (kein Krebs) oder bösartig (Krebs) sein kann.

U

Übelkeit (Nausea)

Gefühl der Übelkeit, das bis zum Erbrechen fortschreiten kann.

Überdosis

Siehe Arzneimittel-Überdosis.

Ultraschall

Die Ultraschalluntersuchung (Sonographie) ist ein Verfahren, bei dem mit Hilfe von hochfrequenten Schallwellen ein Bild eines Organs im Körper erzeugt wird.

Unterbauch

Unterer Teil des Bauchraums.

Unterdosierung

Siehe Arzneimittel-Unterdosierung.

V

Verstopfung

Zu seltene oder unzureichende Darmaktivität.

W

Wirbel

Knochen, aus denen die Wirbelsäule besteht.

Wirbelsäule

Die Wirbelsäule stützt das Skelett und umgibt und schützt das empfindliche Rückenmark und die Rückenmarksnerven. Sie besteht aus 33 Knochen, den Wirbeln.

Y

Yoga

System körperlicher und geistiger Übungen, um das Ziel zu erreichen, in gutem Gesundheitszustand und innerem Frieden zu leben. Yoga kann bei einigen Menschen chronische Schmerzen lindern.

Z

Zäpfchen

Kleiner Medikamentenzapfen, der bei Körpertemperatur in einer anderen Körperhöhle als dem Mund schmilzt (z.B. Rektum oder Vagina).

Zentrales Nervensystem (ZNS)

Eines der Hauptelemente des Nervensystems (das andere ist das periphere Nervensystem). Es besteht aus Gehirn, Hirnstamm und Rückenmark.

Zwischenwirbelscheiben

Siehe Bandscheiben.

 

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Letzte Aktualisierung der Website: 22 Sep 2010