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Nervenblockade

Nervenblockaden können bei chronischen Schmerzen (z.B. in der Lendenwirbelsäule, im Nacken, bei lumbalem Bandscheibenvorfall, Spinalkanalstenose, komplexem regionalem Schmerzsyndrom, Gürtelrose oder Krebs) helfen. Nervenblockaden können vorübergehend, semipermanent oder permanent sein. Ausschlaggebend für eine erfolgreiche Nervenblockade ist, dass man den richtigen Nerv trifft. Bei einigen Patienten ist der erste Versuch erfolgreich. Andere mit einer komplexeren Schmerzproblematik benötigen u.U. mehrere Versuche. Wenn Ihre Schmerzen innerhalb von 4-6 Monaten nicht gelindert werden, zieht Ihr Arzt eventuell andere Schmerzbehandlungen in Erwägung.

  • Die temporäre Nervenblockade erfolgt mit einer Kombination aus einem Lokalanästhetikum, Adrenalin (ein Stimulans), einem antiphlogistischen Steroid und/oder Opioid-Schmerzmitteln, die in den schmerzhaften Bereich injiziert werden. Nervenblockaden durch Injektion bewirken im Allgemeinen eine temporäre Schmerzlinderung.
  • Eine semipermanente Nervenblockade kann durch Kryoanalgesie (Zerstörung von Nerven durch Gefrieren) erfolgen und kann den Schmerz wochen- oder sogar monatelang lindern, bis der Körper den Schaden repariert.
  • Eine permanente Nervenblockade kann durch Zerstörung von Nervengewebe mit Hitze mittels der Hochfrequenz-Ablation erfolgen. Die Hochfrequenz-Ablation ist u.U. genauer als ältere Methoden der permanenten Nervenblockade wie die Injektion von Alkohol, Phenol oder Glyzerin. Sie zerstören gelegentlich mehr Nerven als ursprünglich beabsichtigt. Die Hochfrequenz-Ablation soll zwar dauerhaft sein, allerdings können die Nerven nach etwa einem Jahr wieder nachwachsen. Wenn dies der Fall ist, können die Schmerzen gelegentlich stärker sein als zuvor.

Die Nervenblockade erfolgt im Allgemeinen ambulant. Es können Nebenwirkungen oder Komplikationen wie z.B. eine Infektion, allergische Reaktionen und stärkere Schmerzen auftreten.

Letzte Aktualisierung der Website: 23 Apr 2009